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So schützen Sie Ihre Kinder vor Insekten 


Stiche von Bienen oder Wespen können am Hals für Kinder lebensgefährlich werden. Zecken übertragen Krankheiten und selbst ein Mückenstich kann sich entzünden oder zumindest unangenehm jucken. Nicht immer sind chemische Insektenschutzmittel sinnvoll, denn die Kleinen nehmen die Inhaltsstoffe besonders stark auf. Zum Schutz vor Insekten können Eltern auf Alternativen zurückgreifen, wie natürliche Gerüche, mechanische Barrieren oder passende Kleidung.

Erfahren Sie mehr darüber...
- warum Insekten Kindern gefährlich werden können
mit welchen Tipps Sie die Kleinen draußen vor Insekten schützen
- wie Sie Ihr Kind in der Wohnung richtig schützen
- welche Insektensprays für Kinder empfehlenswert sind


Wann Insekten für Ihre Kleinen gefährlich werden


Nur ein kleiner Pieks? Insektenstiche sollten nicht verharmlost werden. Ein Mückenstich mag nur unangenehm sein und jucken, aber Stiche von Bienen oder Wespen können für Kinder zur Gefahr werden. Sind Schleimhäute betroffen, wenn eine Wespe oder Biene in den Hals gestochen hat, kann das Gewebe so stark anschwellen, dass Kinder Atemprobleme bekommen. Die Insekten sind überall dort zu finden, wo Süßes sie anlockt. In einem Glas Limonade werden sie unbeabsichtigt in den Mund aufgenommen und stechen dann zu. Hat Ihr Kind eine Insektengiftallergie, geht die Reaktion auf den Stich weit über das normale Maß hinaus. Auch wenn keine Schleimhäute betroffen sind, schwillt die gestochene Stelle stark an. Dem Kind wird schwarz vor Augen oder es bilden sich rote Quaddeln am ganzen Körper - die Nesselsucht. Das juckt unangenehm. Kreislaufprobleme bis hin zum ana-phylaktischen Schock können auftreten. Dies ist eine allergiebedingte und zum Kreislaufzusammenbruch führende Überempfindlichkeitsreaktion des Immunsystems. Jedes Jahr sterben in Deutschland zwischen 10 und 20 Menschen an ihrer Bienengiftallergie. Experten schätzen, dass bis zu 5% der Bevölkerung an einer Allergie gegen das Insektengift leiden; viele schon seit der Kindheit, ohne dass sie davon etwas wissen. Ein Test beim HNO- oder Hautarzt kann Aufschluss darüber geben, ob Ihr Kind betroffen ist. Nicht nur Bienen und Wespen können zur Gefahr werden. Auch Mückenstiche sind nicht immer harmlos. Allergiker können auch hier eine Überempfindlichkeit auf die Eiweiße zeigen, die beim Mückenstich in den Körper übertragen werden. In tropischen Ländern können Mücken zudem Krankheiten übertragen. Hierzulande sind Kinder aber nicht völlig sicher, denn vereinzelt wurden aufgrund der Klimaerwärmung auch in Süddeutschland schon tropische Mücken wie die Tiegermücke gesichtet. Eine lautlose Gefahr sind Zecken. Sie lauern im hohen Gras und warten darauf, sich an ein vorbeigehendes "Opfer" zu hängen. Kinder, die gern im Grünen spielen, sind besonders gefährdet. Die Spinnentiere übertragen gleich zwei Krankheiten: Meningoenzephalitis (FSME) - eine Hirnhautentzündung - und Borreliose - eine bakterielle Entzündung die Nerven und Gelenke befällt. Gegen FSME können Sie Ihr Kind impfen lassen.



Wie Sie Ihre Kinder im Außenbereich schützen



Bei Kleinkindern unter drei Jahren sollten Sie keine Mückenschutzmittel auftragen. Wichtig sind hier stattdessen das Tragen der richtigen Kleidung. Langärmelige und leichte Kleidung ist ein sehr guter Insektenschutz. Mücken kriechen nicht unter die Kleidung, sondern suchen freie Stellen auf der Haut. Jedoch ist nicht ausgeschlossen, dass hartnäckige Mücken auch durch Gewebe hindurchstechen. Socken und lange Hosen verhindern, dass sich Zecken an den Beinen festsetzen. Sie können sich auf der Kleidung schlecht halten. Inzwischen bietet der Handel spezielle Anti-Zecken-Socken, von denen die Spinnentiere gleich wieder abfallen. Geschlossene Schuhe halten die Insekten beim Toben im Wald oder hohen Gras auch fern. Nach dem Spielen sollten Sie Ihr Kind nach möglichen Zecken absuchen. Eine weitere Möglichkeit, Insekten draußen zu vertreiben, sind Piepser. Mit einem hochfrequenten Dauerton sollen sie Mücken vertreiben. Der Nutzen ist aber umstritten und gerade kleine Kinder hören den Ton auch und empfinden ihn als lästig. Beim Essen im Freien sollten die Getränke der Kinder bedeckt sein. Die Kleinen sollten aus einem Strohhalm trinken und nach dem Verzehr von Süßem Hände und Mund reinigen, um keine Insekten anzulocken. Unterwegs können Sie den Kinderwagen mit einem Moskitonetz verhängen. Weniger geeignet sind elektrische Lichtfallen. Diese locken die Insekten an und töten sie mit einem Stromschlag ab. Kinder können in die Falle fassen und dann ebenso einen kleinen Stromschlag bekommen. Zudem sind die Geräte schlecht zu reinigen und werden zum hygienischen Problem.


Wie Sie Ihre Kinder in der Wohnung schützen

In der Wohnung helfen Fliegengitter und Insektenschutzrollos die lästigen Tiere draußen zu halten. Netzvorhänge aus beweglichen Einzelteilen können auch an der Tür angebracht werden. Sie wirken wie ein Vorhang. Sogar über dem Kinderbettchen kann ein Moskitonetz für Sicherheit sorgen. Die Insekten können durch die feinen Maschen der Netze nicht hindurchfliegen. Abfallbehälter sollten geschlossen gehalten werden, um keine Insekten anzulocken. Sinnvoll ist es ebenso, die Türvorhänge aus Moskitonetz zur Abtrennung von Räumen zu nutzen. Bringen Sie den Schutz etwa an der Küchentür an. Dort halten sich häufig Insekten auf, die vom Essensgeruch angelockt werden. So verhindern sie, dass die Plagegeister von der Küche aus ins Kinderzimmer fliegen. In den eigenen vier Wänden setzen viele Eltern auf natürliche Mittel zur Insektenabwehr. Natürliche Gerüchte können Insekten tatsächlich vertreiben. Beliebte Hausmittel sind Zitronen- oder Essigessenz. Diesen Geruch mögen Mücken nicht und gehen auf Abstand. Orangen- und Nelkenduft vertreibt Stechmücken ebenso. Stecken Sie einige Nelken in eine Orange und platzieren Sie diese in der Nähe des Kindes. Ätherische Orangenöle können auch wirksam sein. Durch ihre hohe Konzentration können sie aber reizend auf empfindliche Nasen wirken und allergische Reaktionen bei Kindern hervorrufen. Sie sollten vorher mit einer kleinen Menge testen, wie Ihr Kind auf den Duft reagiert.



Welche Insektensprays für Kinder empfehlenswert sind


Mit chemischen Mitteln sollten Sie vorsichtig umgehen. Es gibt aber Inhaltsstoffe, die auch bei Kindern angewandt werden können.
Dazu zählen:
- DEET (Diethyltoluamid)
- Icaridin (Bayrepel)
- Ethyl-Butylacetylaminopropionate
- Pflanzenextrakte

DEET (Diethyltoluamid) ist ein synthetischer Stoff und kann bei Kindern ab acht Jahren angewandt werden. Icaridin (Bayrepel) wirkt gut gegen Mücken und Zecken. Der Inhaltsstoff wird durch die Haut kaum aufgenommen und kann ab dem zweiten Lebensjahr angewandt werden. Bei Kleinkindern darf auch Ethyl-Butylacetylaminopropionate zum Einsatz kommen. Dieses Mittel zum Auftragen auf die Haut wurde seit 20 Jahren erforscht und ist nur wenig giftig. Besser als Chemie sind pflanzliche Insektenmittel. Extrakte aus Teebaumöl, Zitronengras, Lavendel oder Eukalyptus vertreiben die Plagegeister. Auch Knoblauch und Pfefferminze helfen als Emulsion für Haut. Wichtig ist aber, dass diese Öle nicht in Kontakt mit Schleimhäuten kommen. Auch diese natürlichen Mittel können Allergien auslösen. Sie sind zwar unbedenklicher als chemische Stoffe, aber keineswegs vollkommen ungefährlich. Die Wirkdauer der natürlichen Düfte ist zudem geringer als bei chemischen Mitteln.


Mückenstiche müssen nicht sein - hier sind drei einfache Tipps, gegen die keine Instekten mehr einen Stich haben (sollten)! Schauen sie diese Videos an.

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